Das Haus Althoya Der Verein Die Weser Der Park

Wappen der Samtgemeinde
Das alte Hoya
Wappen der Stadt
 
Ansicht von Hoya/Weser von Merian 1647
Gezeigt werden das Schloss, der Hauptstrom der Weser mit Brücke, sowie der Nebenarm, der den Werder (Insel) mit der ältesten Ansiedlung umschloss.
 
 Die Weser ist die Lebensader Hoyas. Bereits um 1000 - noch vor dem Schloss - gab es dort, wo ein west-östlich verlaufender Handelsweg den Fluss kreuzte, ein "vicus", eine Ansiedlung. Güter wurden umgeschlagen, Truppen und Boten machten Station. Handwerk und Gewerbe siedelte sich an. 
Die Anfänge der Grafschaft Hoya sind in der Zeit um 1190 zu suchen. Der erste urkundlich (1202) nachgewiesene Graf von Hoya, Heinrich I. (1202 – 1235) stammt in väterlicher Linie von friesischen Edelherren ab. Grafentitel und Wappen erwarb er von den Stumpenhusen, die sie seit 1181 trugen. Gegen den Widerstand der Grafen von Wunstorf ließ er um 1200 die feste Burg Hoya auf einem Weserwerder errichten.
Alter Befestigungsplan von Hoya (um 1630)
Durch Erbschaften und Eroberungen erweiterte er sein Territorium schnell: 1205/06 vertrieb er die alteingesessenen Edelherren von Hodenberg und übernahm ihren links der Weser gelegenen Besitz. Damit waren zwei feste Plätze an der Weser in der Hand des neuen Grafen. In einem Territorium aus sandigen Gegenden voll Moor und Heide, wie Graf Otto VIII. die Grafschaft einmal genannt haben soll, hing die Wirtschaftskraft vor allem von dem Fluss ab. So richtete sich der Eroberungsdrang als nächstes gegen Nienburg, Der Platz und um 1215 die Freigrafschaft Nienburg sowie die Freigrafschaft Lavelsloh gingen in Hoyaer Besitz über. Hinzu kam erheblicher Streubesitz, so dass das Hoyaer Gebiet sich bald beiderseits der Weser von der Aller bis Minden und im Westen bis zur Hunte und Delme erstreckte.